Pico-Laser PicoStar®
Der Pikosekundenlaser gibt ultrakurze Lichtimpulse ab und zerlegt Pigment vorwiegend über eine Druckwelle statt über Hitze. Wir setzen ihn bei gutartigen Pigmentflecken und in der Tätowierungsentfernung ein.
Überblick
Der Pico-Laser, in unserer Praxis der PicoStar von Asclepion, arbeitet mit Lichtimpulsen im Pikosekundenbereich, also von Billionstel Sekunden Dauer. Durch die extrem kurze Impulsdauer wirkt er vorwiegend photoakustisch: Die schlagartige Energieaufnahme im Pigment erzeugt eine winzige Druckwelle, die die Farbpartikel mechanisch zerkleinert, statt sie in erster Linie zu erhitzen. Die Bruchstücke werden anschließend von Fresszellen des Immunsystems abtransportiert oder mit der natürlichen Erneuerung der Oberhaut abgestoßen. Das umliegende Gewebe wird dabei vergleichsweise wenig thermisch belastet.
Haupteinsatzgebiet sind gutartige Pigmentveränderungen: Alters- und Sonnenflecken (Lentigines) an Gesicht, Händen und Dekolleté, fleckige Pigmentierung durch Sonnenschäden sowie Sommersprossen. Daneben nutzen wir das Gerät zur Verfeinerung des Hautbildes bei vergröberten Poren, unruhigem Teint und feinen Knitterfältchen; der Nutzen ist hier zurückhaltender einzuschätzen als bei der Pigmententfernung. In der Tätowierungsentfernung ist der Pico-Laser unser Hauptgerät. Je nach Farbspektrum kombinieren wir ihn mit dem Q-Switch-Nd:YAG-Laser, weil jede Farbe Licht in einem bestimmten Spektralbereich am besten aufnimmt; die noch kürzeren Pico-Impulse können vor allem bunte Pigmente feiner aufbrechen.
Vor jeder Behandlung steht die dermatologische Beurteilung: Für den Laser kommen nur eindeutig gutartige Pigmentveränderungen infrage. Unklare Pigmentmale klären wir zuvor ab, im Zweifel feingeweblich, denn hinter einem vermeintlichen Altersfleck kann sich in seltenen Fällen eine Frühform des schwarzen Hautkrebses (Lentigo maligna) verbergen. Bei Alters- und Sonnenflecken steht als Alternative der gütegeschaltete Rubinlaser zur Verfügung; welches System passt, hängt vom Befund ab. Ablauf, Sitzungszahl, Ausfallzeit und Risiken beschreiben die Behandlungsseiten zum Pico-Laser und zur Tattooentfernung.
Anwendungsgebiete
- Alters- und Sonnenflecken (Lentigines) an Gesicht, Händen und Dekolleté
- Fleckige Pigmentierung durch Sonnenschäden und Sommersprossen, nach dermatologischer Beurteilung
- Gutartige oberflächliche Pigmentveränderungen wie einzelne Café-au-lait-Flecken, nach ärztlicher Prüfung im Einzelfall
- Tätowierungen, auch mehrfarbige, in Kombination mit dem Q-Switch-Nd:YAG-Laser
- Verfeinerung des Hautbildes bei vergröberten Poren, unruhigem Teint und feinen Knitterfältchen