Laser-Tattooentfernung
Tätowierungen und Permanent-Make-up lassen sich mit ultrakurz gepulsten Lasern in vielen Fällen deutlich aufhellen oder weitgehend entfernen. Welche Wellenlänge zum Einsatz kommt, richtet sich nach der Farbe der Pigmente.
Überblick
Was in jungen Jahren gefiel, wird später oft als Makel empfunden, oder das Motiv passt nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation. Deshalb wünschen sich viele Menschen eine Entfernung ihrer Tätowierung per Laser. Gleiches gilt für ein unpassend gestochenes Permanent-Make-up.
Dafür stehen in unserer Praxis drei Systeme zur Verfügung: der Picosekundenlaser PicoStar (Asclepion), der Q-Switch-Nd:YAG-Laser Evo Q-Plus (Quanta System) und der Rubinlaser Rubystar (Asclepion). Alle arbeiten mit sehr kurzen Impulsen im Nano- bzw. Pikosekundenbereich. Dadurch entsteht ein fotoakustischer Effekt, der die Farbpigmente zersprengt; die Bruchstücke werden von körpereigenen Fresszellen aufgenommen und über das Lymphsystem abtransportiert. Welcher Laser eingesetzt wird, richtet sich nach dem Farbspektrum: Hauptgerät ist der Picosekundenlaser, je nach Farbe kommen der Rubinlaser und der Q-Switch-Nd:YAG-Laser hinzu. Der Rubinlaser mit 694 nm eignet sich insbesondere für Schwarz, Blau, Türkis und Grün, der Q-Switch-Nd:YAG-Laser mit 532 bzw. 1064 nm für Schwarz, Braun, Rot, Orange und Gelb.
Schwarze, grüne und blaue Farbtöne sprechen erfahrungsgemäß gut an, Rot und Gelb sind schwieriger zu entfernen. Wie viele Sitzungen nötig sind, hängt von Farbdichte und Eindringtiefe der Pigmente ab; Profitätowierungen benötigen deutlich mehr Behandlungen als Laientätowierungen. Eine restlose Entfernung lässt sich nicht in jedem Fall zusagen. Erscheinen behandelte Stellen nach Abschluss heller als die Umgebungshaut, was bei dunkleren Hauttypen in seltenen Fällen vorkommen kann, kommt eine Anschlussbehandlung mit dem Excimer-Laser in Betracht. Ablauf, Sitzungszahl, Farbtabelle und Risiken sind auf unserer Behandlungsseite ausführlich beschrieben.
Anwendungsgebiete
- Tätowierungen (Tattoos), auch mehrfarbige Motive
- Permanent-Make-up, das nicht mehr gewünscht ist oder unpassend gestochen wurde, an geeigneten Arealen nach ärztlicher Beurteilung
- Laien- und Profitätowierungen
- Motive, die nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation passen