Photodynamische Therapie (PDT)
Bei der photodynamischen Therapie macht ein lichtaktivierbarer Wirkstoff krankhaft veränderte Hautzellen empfindlich für rotes Licht; die anschließende Belichtung schädigt diese Zellen. Eingesetzt wird das Verfahren bei aktinischen Keratosen und weiteren oberflächlichen Formen und Vorstufen des hellen Hautkrebses.
Überblick
Die photodynamische Therapie (PDT) ist ein lichtgestütztes Verfahren zur Behandlung von Vorstufen und oberflächlichen Formen des hellen Hautkrebses. Auf die betroffenen Hautareale wird eine Creme mit einem lichtaktivierbaren Wirkstoff aufgetragen. Dieser wird vor allem von den krankhaft veränderten Zellen aufgenommen und dort in Protoporphyrin IX umgewandelt, einen Stoff, der die Zellen sehr empfindlich für rotes Licht macht. Wird das Areal anschließend belichtet, werden die angereicherten Zellen geschädigt; das umgebende gesunde Gewebe nimmt den Wirkstoff deutlich weniger auf.
Für die Belichtung stehen zwei Varianten zur Verfügung. Bei der klassischen PDT wirkt die Creme zunächst einige Stunden unter einem lichtundurchlässigen Verband ein; anschließend wird das Areal mit kaltem roten Licht einer Wellenlänge um 634 Nanometer bestrahlt [PLATZHALTER: Gerätemodell bestätigen]. Bei der Tageslicht-PDT (Daylight-PDT) beträgt die Einwirkzeit etwa 30 Minuten; danach folgt eine zweistündige Belichtung mit Licht des sichtbaren Spektrums von 400 bis 750 Nanometern aus speziellen LED-Lampen [PLATZHALTER: Gerätemodell bestätigen]. Diese Variante ist meist deutlich schmerzärmer, die Bestrahlung dauert dafür deutlich länger.
Eingesetzt wird die PDT bei aktinischen Keratosen, beim Morbus Bowen und bei oberflächlichen Basalzellkarzinomen. Mit ihr lassen sich auch größere, flächig veränderte Areale in einer Sitzung behandeln. Wie die Behandlung im Einzelnen abläuft, welche Nebenwirkungen zu erwarten sind, wo die Grenzen des Verfahrens liegen und welche Alternativen es gibt, beschreibt die Seite zu den aktinischen Keratosen. Bei aktinischen Keratosen auf stark lichtgeschädigter Haut kann die PDT mit dem fraktionierten CO₂-Laser kombiniert werden; ob das im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Befund ab.
Anwendungsgebiete
- Aktinische Keratosen, einzeln oder flächig (Feldkanzerisierung)
- Morbus Bowen
- Oberflächliche Basalzellkarzinome nach ärztlicher Beurteilung